Stiftung „manus minorum" unterstützt „Förderverein Reittherapie im Abenteuerland e.V.“

7.530 Euro für die Patenschaft zweier Jungen und die Anschaffung eines neuen Therapiepferdes

Aachen. Auf dem Rücken der Pferde können Menschen mit unterschiedlichen körperlichen, psychischen oder seelischen Behinderungen und Erkrankungen im „Reittherapiezentrum Abenteuerland“ in Aachen ihre Sorgen vergessen. Von der Einzelförderung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene bis hin zu integrativen Gruppen für jedes Alter reicht das Angebot des Reittherapiezentrums Abenteuerland.

Um vor allem Kindern und Jugendlichen der Region Aachen, die durch Krankheit, Behinderung oder soziale Schwierigkeiten benachteiligt sind, das therapeutische Zusammensein mit Pferden zu ermöglichen, spendet die Stiftung „manus minorum" jetzt insgesamt 7.530 Euro. Dass gerade kleine Hände viel Hilfe und Unterstützung brauchen, weiß Petra Savelsbergh. Mit großem Engagement ist die Aachenerin als Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung„manus minorum“ tätig, macht sich ein Bild von Einrichtungen und Vereinen, die Kindern in Not helfen. Seit 2012 fördert die Stiftung Aachener Vereine und ihre Projekte, die Kinder in schwierigen Lebenssituationen helfen.

Für die Anschaffung eines neuen Therapiepferdes, der elfjährigen Freiberger Stute Winny, spendete die Stiftung 5.500 Euro. Auch Zubehör wie Sattel und Trense konnten angeschafft werden. „Winny wurde bereits zu Therapiezwecken eingesetzt, ist ein freundliches und ruhiges Pferd, das keine Angst hat und bereits an Kinder gewöhnt ist. Mit einem speziellen Lift können wir auch schwerere Jugendliche und Erwachsene mit Behinderung auf das Pferd setzen, auch das macht Winny schon ganz toll“, erklärt Kerstin Keus, Reittherapeutin und Gründerin des Abenteuerlandes.

Die Unterstützung durch „manus minorum“ geht über die Finanzierung des Pferdes hinaus. Petra Savelsberghs Ehemann Pascal verzichtete an seinem letzten Geburtstag auf Geschenke. Der Betrag, den der spendenfreudige Familien- und Freundeskreis sammelte, ging an die Stiftung und kommt jetzt im Rahmen zweier Patenschaften zwei Jungen zugute, die durch die Zuwendung in Höhe von 2.030 Euro ein Jahr lang Reittherapie erhalten. Einer der beiden Jungen ist 2003 geboren, lebt im Heim und ist sprachlich sowie geistig behindert. Der zweite Junge ist 1998 geboren und hat autistische Züge. Er wird stationär im Rahmen der Jugendhilfe in einer Wohngruppe betreut. „Öffentliche Fördermöglichkeiten gibt es kaum noch. Viele betroffene Familien können die Reittherapie nicht selbst bezahlen und dadurch ihre Kinder nicht mehr an den reittherapeutischen Maßnahmen teilnehmen lassen“, beklagt Keus. Daher ist sie auf Unterstützung wie durch die Stiftung „manus minorum" dringend angewiesen. Persönliche Patenschaften für bedürftige Kinder, aber auch Geld- oder Sachspenden helfen. Zurzeit ermöglicht der Förderverein rund dreißig Menschen mit Handicap die Finanzierung der reittherapeutischen Angebote. „Weitere Patienten warten auf eine Unterstützung durch einen persönlichen Paten“, betont Kerstin Keus. Sie bietet mit ihrem Team Reittherapie, Hippotherapie, heilpädagogisches Voltigieren und Reiten, Behindertensport sowie integrative reittherapeutische Gruppen-, Ferien- und Wochenendprojekte mit rund 25 gut ausgebildeten Therapiepferden und Ponys an. www.reiten-im-abenteuerland.de

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